Schwerpunkte des estnischen Vorsitzes im Gesundheitswesen liegen auf Bewältigung von schädlichem Alkoholkonsum und Förderung digitaler Innovationen

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  • 12.07.2017 11:47

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Datenfreizügigkeit ist einer der wichtigsten Schwerpunkte des estnischen Vorsitzes.
Datenfreizügigkeit ist einer der wichtigsten Schwerpunkte des estnischen Vorsitzes. (Foto: Rasmus Jurkatam)

Der Minister für Gesundheit und Arbeit, Jevgeni Ossinovski, stellte vor dem Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit die Schwerpunkte des estnischen Vorsitzes für Gesundheitsangelegenheiten vor. Während des Vorsitzes wird eine Vereinbarung zur Förderung von datenbasierten Innovationen im Gesundheitswesen und zur Bewältigung von schädlichem Alkoholkonsum erwartet.

„Ein digitales Europa und Datenfreizügigkeit sind die zentralen Schwerpunkte des estnischen Vorsitzes im Rat der Europäischen Union. Digitale Lösungen bieten den Menschen bessere Möglichkeiten, um besser auf ihre Gesundheit zu achten, und helfen Fachkräften im Gesundheitswesen, die Qualität der Behandlungen zu verbessern. Jeder Mensch sollte das Recht auf einen einfachen Zugang zu seinen persönlichen Gesundheitsdaten haben und entscheiden können, wie diese Daten genutzt werden. Die EU muss Maßnahmen bereitstellen, dies in allen Mitgliedstaaten in einer sicheren und bequemen Weise tun zu können“, so Minister Ossinovski. „Für unseren individuellen und kollektiven Nutzen müssen wir die große Menge an Gesundheitsdaten intelligent nutzen, und sie nicht vor Nutzung zurückhalten.“

Ossinovski sprach zudem über die Bewältigung von schädlichem Alkoholkonsum: „Als Vorsitzender des Rats der Europäischen Union erachten wir es als notwenidg, die Diskussionen über eine Kennzeichnung von alkoholischen Getränken anzustoßen, denn es ist ein grenzüberschreitender Asepekt, bei dem auf EU-Ebene mehr erreicht werden kann.“ Ossinovski betonte außerdem, dass der Binnenmarkt auf dem Funktionieren gemeinsamer Richtlinien und Regulierungen der EU basiert. „Das ist bereits der Fall für Sicherheitsvorschriften, die für eine Anzahl an Produkten wie Spielzeug, Kosmetik, Tabakwaren oder Arzneimittel gelten. Warum also nicht auch für Alkohol? Laut Schätzungen können die gesellschaftlichen Kosten von Alkoholkonsum in der EU eine Summe in Höhe von bis zu 372 Milliarden Euro erreichen.“

Laut der Eurobarometer-Studie 2016 betrachten Europäer Gesundheitssicherheit und soziale Sicherheit als viertwichtigstes Thema in ihrem Land, verbunden mit der Angst vor Terrorismus und direkt nach den Themen Arbeitslosigkeit, Migration und wirtschaftlicher Situation.

Die Gesundheitsminister werden beide Themen auf dem informellen Treffen vom 20.-21. Juli in Tallinn beraten. Der estnische Vorsitz organisiert zudem eine Konferenz auf hoher Ebene zum Thema E-Health vom 16.-18. Oktober  (www.ehealthtallinn2017.ee) und eine Konferenz zur grenzüberschreitenden Bewältigung von schädlichem Alkoholkonsum vom 30.-31. Oktober in Tallinn.

Der Minister für Gesundheit und Arbeit, Jevgeni Ossinovski, und die Ministerin für Sozialschutz, Kaia Iva, sind vom 11.-13. Juli in Brüssel und stellen die Schwerpunkte des estnischen Vorsitzes für Gesundheit, Arbeit und Sozialpolitik vor.

Karin Volmer

Karin Volmer

Sozialministerium / Leiterin Kommunikation (EPSCO)

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