Premierminister Jüri Ratas: Italien und Malta sind nicht allein bei der Lösung der Migrationskrise

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  • 14.11.2017 09:24

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Jüri Ratas und Paolo Gentiloni
Premierminister Jüri Ratas bestätigte bei einem Treffen mit den Premierministern von Malta und Italien die Unterstützung Estlands bei der Bewältigung der Migrationskrise (Foto: Jürgen Randma / Staatskanzlei)

„Italien und Malta haben großartige Arbeit geleistet. Estland unterstützt die südeuropäischen Staaten bei der Gewinnung der Kontrolle über den Migrationsdruck. Europa muss zusammenhalten und einander unterstützen; die Krise beschränkt sich nicht nur auf Südeuropa, sondern betrifft uns alle und es ist wichtig, dass sich alle Länder daran beteiligen. Wir müssen schnell und unaufgeregt handeln, die Kontrolle über die Außengrenzen auf beiden Seiten des Mittelmeeres behalten, den Menschen helfen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, die afrikanischen Länder unterstützen und gewährleisten, dass Menschen sich nicht auf die gefährliche Reise nach Europa begeben müssen“, bestätigte Premierminister Jüri Ratas beim heutigen Treffen mit seinen Kollegen aus Malta, Premierminister Joseph Muscat, und Italien, Premierminister Paolo Gentiloni.

Estland hat mit 1,45 Millionen Euro zum Nothilfe-Treuhandfonds der EU für Afrika zur Bewältigung der Migrationskrise beigesteuert und erfüllt damit die Verpflichtung zur Umsiedlung von Flüchtlingen.

Bei dem Treffen wurden außerdem die aktuellen Themen des estnischen Vorsitzes im Rat der Europäischen Union besprochen. Die Premierminister einigten sich darauf, dass sich die EU vor allem auf Fragen zur Verbesserung des alltäglichen Lebens seiner Bürger fokussieren muss. „Gleichzeitig müssen die europäischen Staats- und Regierungschefs einen langfristigen Blick auf die Zukunft richten und sich mit strategischen Schlüsselfragen befassen, wie z.B. mit der technologischen Entwicklung, der Energieversorgung, dem Klimawandel und alten und neuen Bedrohungen innerhalb Europas“, so Ratas.

Hauptthema der Diskussione mit dem Premierminister von Malta, Joseph Muscat, und dem Premierminister von Italien, Paolo Gentiloni, waren die bilateralen Beziehungen zwischen den Ländern. Laut Premierminister Ratas sind die Beziehungen zwischen Estland, Malta und Italien freundschaftlich und eng.

„Ich freue mich, dass sich Italien aktiv an der europäischen Verteidigungszusammenarbeit beteiligt. Die italienischen Streitkräfte waren innerhalb des Rahmens der von der NATO durchgeführten Luftraumüberwachungsmission in Šiauliai, Litauen, präsent. Italien ist außerdem eines der Gründungsmitglieder des NATO Kompetenzzentrum für kooperativen Schutz vor Computerangriffen in Tallinn. Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik zwischen Estland und Italien noch stärker zusammenwächst“, so Ratas.

Laut dem Premierminister bieten die Handelsbeziehungen zwischen Estland und Malta noch Raum für Wachstum. „Der Tourismus wird im Frühjahr hoffentlich ansteigen, wenn Direktflüge zwischen Tallinn und Valletta angeboten werden“, so Ratas.