Guru der Datenwirtschaft: Europa und Estland sind dem Rest der Welt voraus

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  • 17.07.2017 14:28

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Konferenz zum Digitalen Binnenmarkt in Tallinn
Konferenz zum Digitalen Binnenmarkt in Tallinn: Europa und Estland sind dem Rest der Welt voraus (Foto: Annika Haas/EU2017EE)

Der Aufbau des digitalen Binnenmarkts in Europa ist eine der Prioritäten des estnischen Vorsitzes im Rat der Europäischen Union, jedoch ist die Datenfreizügigkeit zwischen den Mitgliedstaaten ein unersetzlicher Bestandteil für seinen Erfolg.

Professor Alex Pentland (MIT), einer der einflussreichsten Datenwissenschaftler der Welt, sprach auf der heutigen Konferenz zum Digitalen Binnenmarkt über den Vorsprung, den Europa und Estland in Sachen Datenwirtschaft gegenüber dem Rest der Welt ausgebaut haben.

„Estland führt eine Grundsatzdebatte über die Datenfreizügigkeit. Jene wird zu neuen Geschäftsentwicklungen führen und zur Behebung sozialer Ungleichheiten beitragen. Die Datenfreizügigkeit hilft Regierungen auch dabei, effizienter zu werden,“ so der Guru der Datenwirtschaft und Professor am MIT, Alex Pentland in seiner Rede. 

„Wir dürfen nicht vergessen, dass auch die Datenfreizügigkeit nicht ohne Risiken auskommt. Die Sicherung der Privatsphäre und Datenschutz sind sehr wichtig bei der Bewegung und Verbreitung großer Datenmengen,“ erläutert Pentland. „Der Wert der Daten, selbst wenn sie komplett anonymisiert sind, wird exponentiell zunehmen. Der Datenvergleich ist ungemein wichtig, beispielsweise für die bessere Planung von Projekten im öffentlichen Personennahverkehr, die schnellere und effizientere Erkennung von Infektionskrankheiten und Epidemien und noch viel mehr - all das hilft Ländern, ihre Prozesse besser zu handhaben und potentielle Probleme vorherzusehen.“

Die erste digitale Veranstaltung des estnischen Vorsitzes, die Konferenz zum Digitalen Binnenmarkt, hat heute fast 500 Firmen und Vertreter aus dem Staatsdienst aus 31 Ländern angezogen. Die Minister für Wettbewerbsfähigkeit und Telekommunikation der Mitgliedstaaten, Mitglieder der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments, und auch die Hohen Vertreter des Rates der Europäischen Union, wohnen der Veranstaltung bei. 

Die Konferenz wird sich auf eines der wichtigsten digitalen Themen, die Datenfreizügigkeit, konzentrieren. Datenfreizügigkeit bedeutet, dass EU-Mitgliedstaaten zukünftig Informationen über Landesgrenzen hinaus mitteilen dürfen, was das Leben der Bürger einfacher machen und Unternehmern neue Möglichkeiten eröffnen wird.

Einer der Hauptredner ist Alex Pentland, Professor am MIT, der als einer der einflussreichsten Visionäre und Forscher im Bereich der Datenwirtschaft angesehen wird. Zu dem Expertengremium gehören Yves-Alexandre de Montjoye (Imperial College London) und Wojciech Wiewiorowski (Stellvertretender Direktor des Europäischen Datenschutzbeauftragen) und viele mehr, welche die Flaschenhälse in der Datenwirtschaft der EU und Möglichkeiten für künftige Pläne zum EU-Datenverbund besprechen. Außerdem wird Antoine Aubert, Vertreter des bekannten Share-Economy-Unternehmens Uber, auf der Konferenz über seine Erfahrungen sprechen, wie der Datenverbund mit anderen Firmen Uber dabei geholfen hat, ein Weltmarktführer in seiner Nische zu werden. 

Die Pressekonferenz zum Digitalen Binnenmarkt wird am 18. Juli um 16:30 Uhr gemeinsam mit der Presseveranstaltung im Rahmen des informellen Treffens der Minister für Wettbewerbsfähigkeit und Telekommunikation abgehalten. An dieser Pressekonferenz werden Andrus Ansip, Vizepräsident der Europäischen Kommission, Kadri Simson, Ministerin für Wirtschaft und Infrastruktur, Urve Palo, Ministerin für Unternehmertum und Informationstechnologie und Siim Sikkut, Stellvertretender Generalsekretär für Kommunikation und staatliche Informationssysteme teilnehmen. 

Emilie Toomela

Emilie Toomela

Wirtschafts- und Kommunikationsministerium / Pressesprecherin (COMPET, TTE)

+372 58145058 +372 6256470 emilie.toomela@mkm.ee

Inga Bowden

Inga Bowden

Ständige Vertretung der Republik Estland bei der EU / Leiterin Kommunikation

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