Estland überrascht Europa diese Woche mit besonderen kulturellen Veranstaltungen

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  • 13.09.2017 13:19

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Size doesn't matter
Design-Ausstellung in London „Size Doesn't Matter“ (Foto: EV100)

Ein dem estnischen Vorsitz im Rat der Europäischen Union und der Hundertjahrfeier Estlands gewidmetes Programm bringt Jazzmusiker und estnisches Design diese Woche nach ganz Europa.

Gestern spielten das Jazz-Projekt Maria Faust Sacrum Facere und die belgische Gruppe De Beren Gieren im B-EST-Jazz-Festival vor ausverkauftem Haus in Brüssel und erhielten eine emotionale Resonanz. Heute wird das Jazz-Trio Peedu Kass Momentum in Brüssel auftreten. Morgen wird eine Ausstellung des Estnischen Kunstmuseums KUMU im Bozar eröffnet. Die erste NeuroTheater-Vorstellung wird auf dem Bozar Electronic Arts Festival zu sehen und am Wochenende wird in der berühmten OXO Tower Wharf Gallery in London estnisches Design mit der Ausstellung „Size Doesn't Matter“ zu bestaunen sein.

Laut Jorma Sarv, Hauptverantwortlicher für das Kulturprogramm des estnischen Vorsitzes im Rat der EU und der estnischen Hundertjahrfeier, ist das erst der Anfang; der Herbst hält viele weitere spannende Ereignisse bereit.

„Die neue Kultursaison wird in diesem Jahr in einigen europäischen Städten ein estnisches Gesicht haben. Wir laden das Publikum zu Konzerten, Ausstellungen und Theateraufführungen sowie zu urbanen Räumen mit Streetart ein. Wenn ich einige Namen hervorheben soll, dann freuen wir uns neben dem Musik- und Kunstprogramm, das wir mit renommierten lokalen Partnern in Brüssel vorbereitet haben, auf die Oktoberaufführungen des NO99-Theaters in Berlin und die Ausstellung von Konrad Mägis Werken in Rom. Im November werden wir in Finnland über mehrere Wochen mit unserer Nationaloper einige Aufführungen haben, sowohl für erwachsene als auch für junge Zuschauer“, so Sarv.

Das B-EST-Jazz-Festival wurde auf Initiative der Flagey-Konzerthalle in Brüssel konzipiert, um talentierte belgische und estnische Jazzmusiker zusammenzubringen und durch ihre Interaktion miteiander etwas Neues zu schaffen. Für den Bass-Virtuosen Peedu Kass oder die Jazzmusikerin Maria Faust ist es nicht der erste Auftritt in Brüssel, aber mit anderen Musikern zusammen zu spielen ist definitiv eine spannende Gelegenheit.

Anne Erm, die künstlerische Leiter des estnischen Jazzkaar-Festivals, stellt fest, dass das internationale Programm des estnischen Vorsitzes und Estland 100 estnischen Jazzkünstlern einen Impuls gegeben und sie zu faszinierenden neuen Orten geführt hat. Neben dem exzellenten estnischen Jazz veranstaltet die Flagey Concert Hall vom 12. bis 17. September die Fotoausstellung „Estonian Jazz in Photographs“ vom Fotografen Kaupo Kikkas.

Am Donnerstag, dem 14. September, kommen estnische Talente nach Bozar, dem größten Kunstzentrum Brüssels, wo eine Ausstellung des Kunstmuseums KUMU eröffnet wird. Die Ausstellung „The Archaeology of the Screen: The Estonian Example“, kuratiert von Eha Komissarov, fokussiert sich auf Künstler, die in den 1960er und 1970er Jahren im sowjetischen Estland und in Moskau tätig waren.

Das Herzstück der Ausstellung ist die Installation von Juri Sobolev, die Mandalas und kosmische Bilder verbindet, um somit eine völlig neue Gesamtumgebung zu schaffen. Es entsteht ein Dialog zwischen dem Stück und dem Tõnis Vints Kunstwerk, das auf ethnischen Mustern basiert. Der weitere Teil der Ausstellung fokussiert sich auf junge in Estland geborene Künstler, die sich für ähnliche Themen interessieren, aber zeitgenössische Technik nutzen. Die Ausstellung umfasst Werke von Taavi Suisalu, Sigrid Viir, Paul Kuimet, Marge Monko, Ivar Veermäe und Katja Novitskova.

Am Abend des gleichen Tages wird Bozar noch ein weiteres Ereignis veranstalten. Das NeuroTheatre Collective lädt das Publikum dazu ein, an einem einzigartigen Erlebnis der nonverbalen Kommunikation teilzunehmen, geführt von künftigen „cyber-erweiterten“ Menschen der Zukunft. Ihre Emotionen, die durch ihre spezifische Persönlichkeit ausgelöst und in einer Tanzimprovisation ausgedrückt werden, zusammen mit einer Gehirn-Computer-Schnittstellentechnologie werden Ihre Phantasie in Demultiplexie erfassen. Auf wissenschaftlicher Ebene vereint die Veranstaltung mehrere Forschungsfelder, darunter Gehirn-Computer-Interaktion, Choreographie, Psychologie und Kinematik.

Gleichzeitig wird die Ausstellung „Size Doesn't Matter“ - eine Ausstellung von estnischem Design - in London eröffnet; sie stellt die kleine Größe Estlands mit der Fülle und Leistungen seiner Designer einander gegenüber. Die Botschaft des „kleinen Landes, aber vieler Talente“ präsentiert eine Sammlung von estnischem Design, bestehend aus hochwertigen Produkten und innovativen Industrieprodukten. Laut Ilona Gurjanova, die die Ausstellung konzipiert hat, bietet sie die Chance, Estland als schnell entwickelndes Designland zu präsentieren und den Designern somit die Möglichkeit zu geben, ein internationales Publikum zu erreichen.

Kontakt

Anna Lindpere

Anna Lindpere

Estnische Staatskanzlei / Marketingberaterin für das internationale Programm des estnischen Vorsitzes und von EV100

info@eu2017.ee