Der Tallinner Call for Action will Unterstützer für europäische Forschung und Innovation mobilisieren

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  • 18.10.2017 14:59

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Konferenz auf hoher Ebene
Die Konferenz über Forschungsexzellenz fand am 12. Oktober in Tallinn statt (Foto: Erik Peinar / Estnisches Ministerium für Bildung und Forschung)

Am 12. Oktober fand in Tallinn die Konferenz des estnischen Vorsitzes „Europäische Forschungsexzellenz - Auswirkung und Wert für die Gesellschaft“ statt. Dort trafen sich hochrangige Experten, um den Wert der Forschung zu diskutieren und das gemeinsame Vorhaben voranzubringen, Forschung und Innovation zu stärken, und die Politik langfristig zu verpflichten, sich für europäische Forschung und Innovation einzusetzen.

Der estnische Premierminister Jüri Ratas überreichte den Tallinner Call for Action 2017 mit dem Ziel, das öffentliche Vertrauen in Forschung zu stärken und politische Versprechen zur Stärkung von Investments in den Bereichen Forschung und Innovation zu erreichen. Der Tallinn Call setzt sich mit der Rolle und den Verantwortungen der Interessenvertretern in Bezug auf weitere Investitionen, höheres Vertrauen und Forschungsergebnisse auseinander. 

Unterstützung für estnische Wissenschaft

„Im Rahmen der momentanen Verhandlungen über die nächste EU-Programmphase bietet der  Tallinner Call for Action (PDF, in Englisch) – nach den weitläufigen internationalen Konsultationen – die ideale Basis für stärkere Investitionen in die Forschung“, so die estnische Ministerin für Bildung und Forschung, Mailis Reps. „Als Vorsitzland im Rat der Europäischen Union arbeiten wir hart daran, dass die Botschaft des Tallinner Calls for Action auch bei den politischen Entscheidungsträgern innerhalb der EU Gehör findet“, versichert Ministerin Reps.

Der Tallinner Call for Action unterstreicht die Verantwortung von politischen Entscheidungsträgern, Forschern, Unternehmen und Journalisten, um Forschung zu einer Priorität in der Politikgestaltung der EU zu machen und das Vertrauen in die Forschung zu steigern. Das Dokument richtet sich sowohl an EU- als auch nationale Regierungen, um die Forschungsausgaben zu erhöhen und die Verantwortlichkeit von Politikern und Unternehmen für erforderliche Investitionen in Forschung und Innovation zu betonen.

Der Tallinn Call - Botschaft für Europa

„Die Entscheidung der estnischen Regierung, Investitionen in Forschung und Innovation zu erhöhen, setzt ein gutes Zeichen. Es wurde bereits beschlossen, die Haushaltsausgaben für Forschung und Innovation bis 2018 um 11% zu erhöhen. Ziel sind 0,8% des estnischen BIPs, das liegt über dem EU-Durchschnitt“, so Ministerin Reps.

Forscher sollten die Auswirkungen ihrer Forschung stärker kommunizieren, um das Vertrauen in Bildung und Forscher in der Öffentlichkeit zu steigern. Ihre Expertise und ihr wissenschaftlicher Rat sollte von politischen Entscheidungsträgern und Unternehmen gehört werden.

Universitäten und Forschungsinstitutionen müssen aktiv ausgezeichnete Forschung und Innovationsökosysteme bewerben, die gemeinsames Schaffen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Wissensaustausch fördern, und die Mobilität und Karriereentwicklung von Forschern unterstützen. Daher muss für Universitäten und Forschungsinstitutionen eine höhere und stabilere Förderung garantiert werden.

Kontakt

Riina Soobik

Riina Soobik

Bildungs- und Forschungsministerium / Pressesprecherin

+372 53400736 +372 7350187 riina.soobik@hm.ee