Die Organisation des estnischen Vorsitzes im Rat der Europäischen Union: Fakten-Überblick

  • Einblicke
  • 20.12.2017 15:09

#eu2017ee #TallinnDigitalSummit

Das Digitale Gipfeltreffen Tallinn
Das Digitale Gipfeltreffen Tallinn, 29. September 2017 (Foto: Arno Mikkor/EU2017EE)

Estland hat den Vorsitz im Rat der Europäischen Union vom 1. Juli 2017 bis zum 31. Dezember 2017 inne, dann übernimmt Bulgarien den Vorsitz. Unten sind einige Fakten und Grafiken aufgeführt, die den estnischen Vorsitz zusammenfassen.

  • Das geplante Budget für 2014-2018 lag bei 74,9 Millionen Euro, mit zusätzlichen 4 Millionen Euro für das Digitale Gipfeltreffen Tallinn.
  • Ende November waren 63% des Gesamtbudgets ausgegeben.
  • Der erwartete Überschuss beträgt mindestens 7 Millionen Euro, der wieder zurück in den Staatshaushalt fließen wird.

Haushalt

  • Das Digitale Gipfeltreffen Tallinn war die teuerste aller Veranstaltungen, die Ausgaben lagen jedoch unter dem geplanten Budget (3,4 Millionen Euro anstatt der geplanten 4 Millionen Euro).
  • Der estnische Vorsitz war ein groß angelegtes sektorübergreifendes Kooperationsprojekt. Insgesamt hatte die Estnische Staatskanzlei 110 Partner, mit denen insgesamt 126 gültige Aufträge abgeschlossen wurden.

Partner

  • Insgesamt waren 1.300 Menschen am estnischen Vorsitz beteiligt, davon arbeiteten 1000 bereits zuvor im öffentlichen Sektor, sie erhielten durch den Vorsitz zusätzliche Aufgaben. Insgesamt wurden 330 Menschen temporär eingestellt.

Mitarbeiter

  • Das Personal bestand zu 33% aus Männern und zu 67% aus Frauen.

Geschlechterverteilung

  • Es gab 100 Liaison Officers.
  • Es gab 343 Arbeitsgruppen-Vorsitzende/Vize-Vorsitzende.
  • Insgesamt fanden 275 Veranstaltungen in Tallinn statt: 1 Gipfeltreffen, 10 informelle Ministertreffen, 10 hochrangige Konferenzen, circa 20 Besuche, 226 Treffen auf Expertenebene und 8 parlamentarische Veranstaltungen (einschließlich 2 parlamentarische Veranstaltungen, die nächstes Jahr stattfinden).

Veranstaltungen in Tallinn

  • Insgesamt besuchten 34.000 Gäste die Veranstaltungen in Tallinn, 27.000 davon waren Gäste aus dem Ausland, einschließlich ausländischer Journalisten.
  • Zum Digitalen Gipfeltreffen Tallinn wurden alle 27 Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten eingeladen, davon nahmen 25 Staats- und Regierungschefs am Gipfeltreffen teil.
  • In Brüssel fanden insgesamt 1.228 Arbeitsgruppen-Treffen, 31 Sitzungen des Rates, 56 Treffen der ständigen Vertreter (Coreper) und 137 Triloge statt.

Veranstaltungen in Brüssel

  • Die offizielle Hauptrundfunkanstalt war der Estnische Rundfunk (ERR), der 2.813 Videoclips auf Basis gefilmten Materials veröffentlichte. ERR sendete insgesamt 400 Stunden, 42 Stunden davon waren Live-Übertragungen. Die Live-Übertragungen während des Digitalen Gipfeltreffens Tallinn hatten die meisten Zuschauer, insgesamt 94.402.
  • Während Juli und September war die Estnische Polizei insgesamt 50.000 Arbeitsstunden im Einsatz.
  • 4 der Veranstaltungen in Tallinn wurden in die höchste Kategorie eingestuft:
  • Während des Gipfeltreffens arbeiteten 800 Polizeibeamte, 250 davon kamen von außerhalb Tallinns.
  • Im Tallinner Kreativzentrum (Kultuurikatel) fanden von Juli bis Oktober 36 Veranstaltungen statt, 6 weitere im November und Dezember. Die Miete für das Tallinner Kreativzentrum (Kultuurikatel) betrug 873.500 Euro + MwSt.
  • Die Webseite des estnischen Vorsitzes eu2017.ee ging am 29. Mai 2017 live. Seit diesem Zeitpunkt hatte die Website circa 420.000 Besucher und über eine Millionen Klicks (1.002.230). Die meisten Besucher kamen aus Estland (121.887), gefolgt von Belgien (69.438), Deutschland (25.983), dem Vereinigten Königreich (21.995) und Frankreich (20.212).
  • Webseite
  • Insgesamt fanden 275 Veranstaltungen statt, 18 davon beinhalteten Exkursionen außerhalb Tallinns.
  • Um Estland bekannter zu machen, wurden die Gäste zu verschiedenen Orten in Estland eingeladen. Zum Beispiel fuhren die Umweltminister zum See Paukjärv. Zusätzlich besuchten sie das Moorland Kõnnu-Suursoo, den Wandersteig Oandu und eine Rauchsauna in Käsmu sowie den Jägala Wasserfall.
  • Das Kultusministerium organisierte viele Konferenzen in Tartu. Die Europäische Woche des Sports wurden ebenfalls in Tartu eröffnet.
  • Auf Einladung des Verteidigungsministers besuchten der franzöische Präsident Emmanuel Macron, die Premierministerin des Vereinigten Königreichs Theresa May, der französische Verteidigungsminister Florence Parly und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die 1. Infanterie-Brigade sowie die Bündnispartner am Militärstützpunkt Tapa. Die Bündnispartner wurden außerdem vom Außenminister des Vereinigten Königreichs Boris Johnson besucht.
  • Die Landwirtschafts- und Fischereiminister besuchten das Kolga Gemeindezentrum, das Moorland Viru und das Gut in Vihula.